Lukas Windischberger beendet Racketlon Einzel-Karriere

Die Nummer 1 der Racketlon-Einzel-Elite-Weltrangliste Lukas Windischberger beendet mit Ende Juni 2019 seine Einzel-Karriere. Der 27-Jährige Großengersdorfer, 2018 Vize-Weltmeister im Elite-Einzel, wird fortan nur noch Team- und Doppel-Events im Schlägervierkampf aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis bestreiten.

 

Beruf und Spitzensport nicht vereinbar

Windischberger nahm im September 2018 nach Abschluss seines Studiums eine Vollzeitstelle im Controlling an. Nun wurde der Trainingsaufwand neben dem Beruf zu groß. „Um Racketlon auf höchstem Niveau zu spielen, sind zumindest 20 Trainingsstunden pro Woche nötig. Die Doppelbelastung Training und Beruf hat mich in den letzten Monaten vor immer neue Herausforderungen gestellt. Sich nach den vielen Erfolgen immer neue Ziele zu setzen, war mental nicht einfach. Ich habe daher entschieden, meine Einzel-Karriere am Höhepunkt offiziell zu beenden.“

 

Start in Champions League und Team-WM sicher

Windischberger, der neben den Trainingseinheiten in allen vier Racketlon-Sportarten, auch in der Squash- und Badminton-Bundesliga sowie der Tennis Landesliga aktiv war, bleibt dem Schlägervierkampf aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis aber erhalten: „Die Liebe zu diesem hochkomplexen Sport ist ungebrochen! Ich werde daher in der FIR Champions-League meinen Verein C&C Racketlonshop Union unterstützen und stehe auch für die Team-Weltmeisterschaft im Herbst für das Österreichische Nationalteam zur Verfügung. Vielleicht werde ich auch bei der einen oder anderen Großveranstaltung im Doppel antreten.“ Sportlich wird sich Windischberger fortan auf Squash konzentrieren, wo er bereits ins Nationalteam aufgenommen wurde. Für die Racketlon Federation Austria wird der 27-Jährige weiterhin als Racketlon-Botschafter tätig sein.

 

Karriere-Highlights von Windischberger

Die Liste der Racketlon-Erfolge von Lukas Windischberger ist lang: 22 Monate (seit September 2017) führte er die Racketlon-Einzel-Weltrangliste an, in dieser Zeit lag er auch zeitweise im Herren-Doppel und im Mixed-Doppel an erster Stelle. 12 internationale Einzel- und 27 Doppelturniersiege stehen für den 27-jährigen Großengersdorfer zu Buche; dazu kommen 12 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften (5 Gold, 5 Silber, 2 Bronze). Bei der Weltmeisterschaft 2018 in Schlieren (SUI) holte Windischberger Silber im Elite-Einzel. 2017 gewann er beim SWT King of Rackets (höchste Turnierkategorie nach WM & EM) in Oudenaarde (BEL) den Elite-Einzeltitel. Der Sieg bei der Team-Weltmeisterschaft 2018 zählt ebenso zu den Karriere-Highlights des Babolat-Vertragsspielers, wie der Mixed-WM-Titel 2018 an der Seite von Christine Seehofer und der Sieg bei der Heim-EM im Herren-Doppel mit Michi Dickert 2017.

 

„BSO-Aufnahme hilft der nächsten Generation“

„Der Einzel-Rücktritt von einem Ausnahme-Athleten wie Lukas Windischberger macht mich natürlich traurig. Die RFA und der internationale Racketlonsport verlieren ein Aushängeschild. Spitzensport und Beruf lassen sich nur schwer miteinander verbinden. Hier wollen wir ansetzen. Durch die baldige BSO-Aufnahme der Racketlon Federation Austria wollen wir für die nächste Generation die Möglichkeit schaffen, durch Planstellen beim Bundesheer und der Polizei, mehr Athletinnen und Athleten an die internationale Spitze im Racketlon zu führen“, so RFA-Präsident Marcel Weigl. Weigl weiter: „Dennoch bin ich froh, dass Lukas weiterhin als Vorbild fungiert und das Nationalteam bei der Mission WM-Titelverteidigung 2019 als aktiver Teamspieler unterstützen wird!“

 

RFA Pressetext 16/2019
Peter Robič

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