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Graz: Die Zukunft liegt im Paradies…!


2. Mai 2010

Nach der fulminanten Racketlon-Premiere mit 84 Spielern – darunter 40 Neulingen – liegt der Focus in der Steiermark bereits auf Künftigem. Und die Grazer Racketlon-Zukunft wird im Hotel Paradies beheimatet sein. Die Sieger der Premiere in Graz sind: Moitzi Michael (Elite), Tropper Hannes (Amateure), Hirschmann Matthias (Beginner), Baumgartner Rene (Jugend u16), Zenkl Peter (Senioren) und Evi Fauth (Damen).

Es war eine Premiere, die auch in der an Superlativen reichen österreichischen Racketlonszene für neue Bestwerte sorgte. Beim ersten Racketlonturnier in Graz standen 84 Spieler bereit) am Turniertag gab es noch zwei verletzungsbedingte Absagen). Für 40 davon stellte das Antreten die  Racketlon-Premiere dar. Was die Veranstalter unter Turnierleiterin Andrea Polzhofer und Organisator Raimund Heigl vom 1. VfR Graz am meisten freute: Alle Neulinge fügten sich perfekt in das positive, freundliche und faire Racketlon-Klima ein, das nicht einmal den Kellnern im Hotel Paradies verborgen blieb. Die an Tennisturniere gewöhnte Kundschaft bemerkte bereits am Vormittag: Pfuh, da ist heute aber was los!“ Und Oberkellner Fredi lobte nach einer anstrengenden Veranstaltung am Abend: „Eine so angenehme Atmosphäre wie bei diesem Turnier ist wirklich selten. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.“ Der gute Mann weiß, wovon er spricht, er arbeitet seit 21 Jahren im Paradies.

Die einzelnen Bewerbe im Überblick

Beginner: Wie es sich für einen Beginnerbewerb gehört, waren fast alle Spieler zum ersten Mal dabei. Nur wenige haben auch schon im März iin Bad Waltersdorf gespielt. Die Spiele versprechen vielen Neulingen eine große Racketlonzukunft, zumal sie auch ihre Bereitschaft zum Training bereits abgegeben haben. Der Sieg ging nach wirklich verheißungsvollen Partien an den jungen Grazer Tennisspieler Matthias Hirschmann, der sich in der Tennis Base Austria in Graz auf eine Profikarriere einstellt. Im Finale bezwang der 17-Jährige mit Thomas Janisch ebenfalls einen Grazer Racketlon-Rookie. Hannes Offenbacher von Raimund Heigls Tischtennisverein SFP bestätigte mit Rang drei einmal mehr, das seine Zukunft bei den Amateuren liegt (in Bad Waltersdorf war er schon Zweiter geworden). Stark: Der noch 15-jährige Marco Baumgartner aus Judenburg, der in Waltersdorf die Jugend gewonnen hatte, wurde in seinem ersten Bewerb bei den Erwachsenen Fünfter.

Jugend: Von der Papierform her hatte alles nach einer klaren Sache für Rene Baumgartner ausgesehen. Er sollte sich am Ende auch durchsetzen, doch das Finale war wesentlich knapper als erwartet. Tobias Scherer (VfR Graz), frischgebackener österreichischer Tischtennis-Mannschaftsmeister der U15, hat sich seit Waltersdorf enorm gesteigert und verlangte Baumgartner alles ab. Am Ende sollte er um nur drei Punkte unterliegen. Stefan Bacher aus Judenburg wurde Dritter. Für viel Freude unter den Zuschauern sorgte der kleinste und jüngste Spieler des Tages: Jonas Grafeneder sollte sich sogar Rang fünf sichern. Er ist im Vorjahr über das Schulprojekt Kidschallenge zum Racketlon gekommen.

Senioren: Trotz der kurzfristigen Absage von Ex-Vizeweltmeister und Waltersdorf-Sieger Walter Hertler kam es zu einem starken Seniorenbewerb. Vor allem die Squashstärke der älteren Herren ist immer wieder faszinierend. Am Ende setzte sich Badminton-Routinier Peter Zenkl gegen Tischtennis-Könner Peter Trutnovksy nicht zuletzt dank der besseren zweiten Sportart durch. Erich Mlinarik wurde Dritter. Neuling Herbert Ropitsch belebte die Szene und verlor zwei Mal ganz knapp.

Damen: Leider konnte der geplante Achterraster nicht gespielt werden, weil sich Tennistalent Lisa Moser am tag vor dem Turnier im Training eine Bandscheibenverltzung zugezogen hatte. Daher wurde auf zwei Gruppen umgestellt, die von Bettina Bugl (einem der wenigen Gäste aus Niederösterreich oder Wien) sowie Evelyn Fauth gewonnen wurden. Im Finale setzte sich Fauth doch recht deutlich durch, denn nach geringem Rückstand aus den beiden ersten Disziplinen setzte sie sich in Squash (15:2) und Tennis (15:3) sehr eindrucksvoll durch. Die frühere Profi-Tennisspielerin (bester WTA-Rang 129) und jetzige Trainerin zeigte sich topfit wie in ihrer aktiven Karriere. Das nächste Mal wird sei sich schon mit Seitz, Heigl und Co. Messen dürfen. Über Rang drei durfte sich Ute Karacsonyi, Michaels Gattin, bei ihrem ersten aktiven Antreten freuen. Auch die vier weiteren Damen haben ihren ersten Racketlon bestritten. Damit dürfte das Problem, keine Damen für die Bundesligamannschaft zu finden, in Graz der Vergangenheit angehören, zumal Michi Janschitz verletzt fehlte und die beiden Gleisdorferinnen Martina Meißl und Daniela Ramminger demnächst von ihren Auslandsaufenthalten heimkehren werden.

Amateure: In diesem Bewerb hat sich die große Zukunft des Racketlons in Graz eindrucksvoll vorgesetllt. Sieger Hannes Tropper und Finalist Christof Bartosch stammen von Michi Karacsonyis Tennisrunde. Dritter wurde der Linzer Karl Felbauer, der erst vor einer Woche sein Debüt gegeben hatte. Hinter Andreas Nischelwitzer (ebenfalls aus Graz) wurde Stefan Faschauner Fünfter. Der SFP-Tischtennisspieler war in Bad Waltersdorf noch im Beginnerbewerb angetreten und bestätigte seinen Aufwärtstrend. Die beiden Damen, Gertraud Heigl und Simone Seitz, teilten sich den siebenten Platz, wobei sich Simone leider eine Muskelveretzung zugezogen hat. Gute Besserung!

Elite: Bei den steirischen Meisterschaften unter Beteiligung von Peter Krenmayr und Franz Wenz (Danke fürs Kommen!) gab es einige Überraschungen. Michael Moitzi pflügte durch das Tableau und schaltete nacheinander Peter Krenmayr, Michael Karacsonyi und im Finale Horst Schwarzenberger aus. Sein Turniersieg darf daher in der Kategorie mehr als verdient eingeordnet werden. Im Endspiel legte er mit einem 21:19-Tischtennissieg den Grundstein und fixierte mit der knappen 19:21-Badmintonniederlage bereits früh seinen Triumph. Horsti hatte im Squash nicht einmal mehr die psychische Kraft sich zu ärgern. Den dritten Platz sicherte sich etwas überraschend Daniel Schwarz, der in einer spannenden und sehr langen Partie Michi Karacsonyi bezwang. Stark auch der fünfte Platz von Georg Seifter bei seinem ersten Elite-Auftritt. Die Judenburger waren übrigens mit 19 Spielern der am besten vertretene Verein, was als Indiz dafür gewertet werden darf, dass auch die beiden nächsten steirischen Turniere in Zeltweg am 24. Juli und 18./19 September (Einzel-Staatsmeisterschaften!) gut besucht sein dürften. Vielleicht traut sich dann ja auch wieder der eine oder andere Wiener über den Semmering…

DANKE! Organisator Raimund Heigl bleibt abschließend noch der Dank an alle Spieler für die vorbildliche Einstellung und Fairness, die auch schon den Veranstaltern von Linz so positiv aufgefallen war. Dies ist ein Punkt, der uns von anderen Sportarten abhebt und unbedingt beibehalten werden sollte. Mein Dank gilt natürlich auch den Unterstützern Egger Glas für die Glaspokale (kaum zu glauben, aber sie sind diesmal noch schöner geworden, als bei den bisherigen acht steirischen Turnieren) sowie Tischtennisbedarf Toni Pleva (Kauft bitte bei ihm ein, das nächste Mal wird er übrigens aktiv dabei sein!). Vielen Dank auch an mein Team mit Andrea, Gertraud, Matthias, Horst, Tom, Hermann, Roli, Fimao, Lukas und zahlreiche weitere Helfer, die bei Auf- und Abbau geholfen haben.

Der größte Dank gilt aber natürlich dem Hotel Paradies, dass wir zu Gast sein durften und (nach dem heutigen Gespräch darf ich es sagen) auch in Zukunft sein dürfen. Das ist ja alles nicht so selbstverständlich.

Ich bitte die Überlänge des Berichts aufgrund meiner noch immer vorhandenen Euphorie zu entschuldigen!

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