Racketlon EM: Gold mit bitterem Beigeschmack

Fünf weitere Medaillen für Österreich.

Bettina Bugl © fairplayfoto.com

Tag drei der 2. FIR European Racketlon Championships presented by GRAWE sidebyside begann mit einem Schock: Im Rechtsanwalt Wirrer Juniors U21 Einzel-Halbfinale beim Stand von 20:17 für Piers Boden im Duell mit Österreichs Emanuel Schöpf, kugelte sich der Brite seine Kniescheibe aus. Minutenlang lag er am Badmintoncourt, er musste mit der Rettung abtransportiert werden. Das Turnier war für Boden damit beendet. Seine Eltern gaben am Nachmittag Entwarnung: es geht ihm wieder den Umständen entsprechend gut, das Knie ist wieder eingekegelt. Schöpf zog damit ins Endspiel ein, wo er Bodens Landsmann Leon Griffiths gegenüberstand. Der 17-Jährige, der heuer bereits Lukas Windischberger im Einzel besiegt hat, drehte auch gegen den top-gesetzten Schöpf voll auf, gewann +33 (TT: 21-18, BA: 21-6, SQ: 21-6) und holte Gold. Der Bludenzer, der erst zwei Wochen vor der EM wieder mit Schlagtraining beginnen konnte – langwierige Schulterprobleme plagen den 19-Jährigen – musste sich mit Silber begnügen: „In Anbetracht der Umstände muss ich mit Silber zufrieden sein. Leider macht die Schulter wieder Probleme. Ich hoffe, der Physio kriegt mich für die nächsten Tage wieder fit!“

Ebenso Silber für Österreich wurde es beim Hochzeitsberg Girls U21 Einzel. Die Nummer eins der Jugend-Weltrangliste Bettina Bugl traf auf die Nummer drei Hannah Boden aus Großbritannien. Nach einem guten Start im Tischtennis von Bugl, wurde die Klosterneuburgerin dann jedoch zu fehleranfällig und brachte letztlich einen knappen 21-15-Sieg nach der ersten Disziplin ins Ziel. Badminton-Ass Boden dominierte die zweite Disziplin 21-7. Im Squash setzte Bugl dann einige Drops knapp ins Out, Boden kämpfte beherzt und ging nach einem 21-14-Sieg mit einer komfortablen Führung in die letzte Disziplin Tennis. Dort gelang der U21-Vize-Weltmeisterin ein guter Start, sie lag immer vorne, doch die Britin konnte die fehlenden sieben Punkte einfahren und Gold holen. „Im Tischtennis habe ich viele Punkte liegen lassen, zu viele Fehler gemacht. Sie hat dann aber auch gut offensiv gespielt. Im Badminton bin ich mit den sieben Punkten zufrieden – das ist ihre Paradedisziplin. Im Squash waren es wieder zu viele Fehler von mir. Für Tennis war der Vorsprung dann leider zu groß“, so die Analyse der Silbermedaillengewinnerin.

Kleiner Trost für Bettina Bugl und Emanuel Schöpf: Sie gewannen den Erste Bank Wr. Neudorf Mixed Doppel U21 Bewerb. Der Wermutstropfen: Wegen der Verletzung von Piers Boden ging Gold kampflos an Österreich. Die Geschwister Hannah und Piers Boden wären die Finalgegner der Österreicher gewesen. Damit hält Österreich nun bei zwei Goldmedaillen: Simone Seitz hatte am Samstag die Schweizerin Ester Dübendorfer im Endspiel des BMS Women Seniors 40+ Einzel im Gummiarm besiegt.

Eine weitere Chance auf Gold hatte Tom Wagner im PFR Rechtsanwälte Seniors 40+ Einzel. Der Burgenländer unterlag dem Ungarn Balázs Francia mit -17 (TT: 13-21, BA: 10-21, SQ: 21-15, TE 5-9) und musste sich mit Silber Begnügen. Bronze ging an RFA-Präsident Marcel Weigl. Im Wagner Boys U13 Einzel holte Toms Sohn Alexander Wagner Bronze. Im Spiel um Platz drei setzte er sich gegen Marcel Ungerböck +40 (TT: 21-11, BA: 21-5, SQ: 21-7) durch.

RFA Pressetext 34/2017 (27. August)

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