ÖSTERREICHER-DEBAKEL IN GYÖR
21. Juni 2009
Schweres Debakel für Österreich auf der 4. Station der BABOLAT AUSTRIAN Tour 2009 in Györ (Sa. 20. Juni). Erstmals in der Geschichte der Tour – welche seit 2005 ausgetragen wird – konnte mit Levente Nandori ein Ausländer den Elite-Bewerb gewinnen. Der regierende Ungarische Meister besiegte im Finale Marcel Weigl, während die weiteren fünf heimischen Elite-Vertreter bereits in Runde eins scheiterten. Insgesamt holten die Ungarn sieben von zwölf möglichen Medaillen, Österreich und die Slovakai je zwei und die Tschechei mit einem Begnügen musste.
Schwere Elite-Auslosung
Aufgrund der Elite-Auslosung wurden die schlimmsten Befürchtungen für die Österreicher wahr. Lukas Windischberger war gegen die Nummer zwei des Turniers Tamas Marko ebenso chancenlos wie Paul Wührer gegen den späteren Sieger Levente Nandori, Martin Reichmayr gegen den besten Ungarischen Senioren Peter Sakovics und Peter Krenmayr gegen den späteren Dritten Zsolt Szalay. Einzig Lukas Trojan hätte Zsombor Nagy schlagen können, scheiterte aber an seinen Nerven im Squash-Satz. Reichmayr und Windischberger gewannen in Folge alle ihre Spiele und teilten sich den neunten Platz.
Anti-Spin in den Mistkübel
Die rot-weiß-roten Hoffnungen auf den Turniersieg lagen auf Marcel Weigl, der jedoch auch nicht seinen besten Tag erwischte zwar relativ locker das Finale erreichte dort aber nach einer Tischtennisniederlage gegen den Squash- und Tennisspezialisten Nandori bereits auf verlorenem Posten stand. Da half diesmal auch keine gute Squash-Leistung und der bekannte Kampfgeist: „Levente war einfach besser heute und hat verdient gewonnen”, so Weigl, der versprach seinen Anti-Spin Tischtennisschläger nun endgültig zu kübeln. “Einfach nur sinnlos der Schläger.”
Edlinger verliert im Gummiarm
Die letzte Hoffnung die rot-weiß-rote Ehre zu retten lag am Oberösterreicher Gerald Edlinger welcher sich bis ins Finale der Amateure durchkämpfte, dort aber im Gummiarm gegen Petr Vesely unglücklich verlor. Dass es sich nicht um den tschechischen Meister handelte, sondern um einen neuen Spieler mit Namensgleichheit ist auch ein Novum im Racketlon-Lager. Lothar Rabenhorst belegte den guten 9. Platz unter 16 Teilnehmern. Gerhard Curda erging es im Men B – Bewerb nicht so gut, er musste sich mit Rang 10. zufrieden geben.
Austrian Tour 2010 fix, Challenger 2009 möglich
„Sportlich ein erfolgloses Wochenende, organisatorisch top”, schwärmt Turnierleiter Marcel Weigl von der Sportanlage und den vielen ungarischen, tschechischen und slowakischen Spielern und verspricht: „Die BABOLAT Austrian Tour kommt nächstes Jahr mit mehr und besseren Ösis wieder nach Györ, wir wollen Revanche.” Vielleicht gibt es sogar noch heuer im Herbst ein internationales FIR Challenger in Györ, die Gespräche mit Hallenbetreiber und dem ungarischen Verband laufen auf Hochtouren. Die fünfte Station der BABOLAT Austrian Tour 2009 wird bereits am Samstag den 4. Juli zum zweiten Mal im Tennis-Mekka Kitzbühel – wo auch auf dem Centre Court des ATP Turniers Racketlon gespielt wird - ausgetragen.
Raster und Fotos auf http://racketlon.at/4-babolat-at-gyor/
 Men A – Elite
- Levente Nandori, Hun
- Marcel Weigl, Aut
- Peter Csizmadia, Hun, Zsolt Szalay, Hun
 Men B – Advanced
- Peter Lukacs, Hun
- Adam Zseger, Hun
- Peter Gardosi, Hun
 Men C – Amateur
- Petr Vesely II, Cze
- Gerald Edlinger, Aut
- Tamas Toth, Svk
 Seniors (+45)
- Lubomir Budinsky, Svk
- Ferenc Auth, Hun
- Florin Vajda, Hun
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