AUT – Doppelnation Nummer 1


28. Juni 2010

Einmal mehr bewiesen die Österreicher bei den Doppel Weltmeisterschaften in Zürich, dass die die besten Doppelspieler der Welt haben. Mit Krenn/Dickert (WM Gold Herren), Johannes Schubert (WM Silber Herren mit Alex Köpf), Simone Seitz (WM Silber Damen mit Eva Hrabina) und den Jugendlichen Daniel Anzeletti/Kris Krawcewicz (WM Silber Jugend u16). Nur die Senioren Karacsonyi/Krenmayr verpassten mit Platz 4 knapp eine Medaille. Tolle Ergebnisse gab es auch in den Einzelbewerben. Elite: 2. Schubert, 3. Dickert; Men C: VF für Schmitt und Heigl; Girls u21: 3. Toth; Boys u16: 2. Krawcewicz, 3. Anzeletti. Für Anzeletti war es der erste Auftritt im Ausland, für Kris Krawcewicz das erste Turnierim Jahr 2010. Umso beachtlicher, dass Kris im Einzel nur denkbar knapp mit 2 Punkten gescheitert ist, und sich die beiden nur den Top Junioren Toomjoe/De Bleekere im Doppel geschlagen geben mussten. Für Nachwuchs in Österreich ist also gesorgt.

Swiss Open immer eine Reise wert

Bei cirka 400 Anmeldungen wurde teilweise auf 8 Courts gleichzeitig gespielt. Wartezeiten vor den Sportarten gab es fast keine. Gratis Massage für alle Teilnehmer sowie die Nähe zum Turnierhotel und Flughafen waren ein großes Plus für das Organisationsteam. Schweizer Preise ein Minus. Insgesamt gab es vier Medaillen bei den Doppelbewerben für Österreichs Vertreter, nur Krenmayr/Karacsonyi verpassten mit Platz 4 knapp eine Medaille. Gassler/Wrabel konnten den erwarteten Titel bei den Amateuren nicht holen. RPV Obmann Krenn wird die Jugendförderung für die beiden Einstellen.

Dramatisches Herren Elite Finale

Die Doppel WM in Zürich war nichts für schwache Nerven, und wer schon dachte, er kann sich nach dem Semifinale (Dickert/Krenn siegten mit +1 gegen Samonek/Stolicki) erholten, der irrte sich gewaltig. Denn im Spiel um den WM Titel ging es zwischen den an Position Zwei gesetzten Schubert/Köpf und der Position 3 Krenn/Dickert noch enger zur Sache. Tischtennis konnte die rein Österreichische Paarung mit 21:11 (11:9 Halbzeit) gewinnen, und sich somit eine gute Ausgangsposition schaffen, auch im Badminton lief es bis 11:9, jedoch drehten Schubert und Köpf das Spiel und lagen bereits mit 20:14 in Front. Krenn/Dickert konnten aber noch 5 wichtige Punkte holen und bis auf 19:21 verkürzen. Im Squash übergab Krenn gegen Köpf im Glass Center Court ein 11:8, dass aber Johannes Schubert in ein 21:16 für die Deutsch/Österreichische Paarung drehen konnte. Somit ging Krenn/Dickert mit 3 Punkten Vorsprung ins Tennis. In einem knappen hochklassigen Tennismatch stand es plötzlich 20:17 und somit Matchball für Köpf/Schubert. Einen Lob von Dickert konnte Schubert smashen den jedoch der 2 Meter große Krenn gerade noch erreichen konnte und mit seinem Ball Köpf zum Fehler zwang. Als der Tennissatz dann mit 21:18 an Köpf/Schubert ging stand es 74:74, also Gleichstand, die Verlängerung musste her. Im sogenannten Gummiarmpunkt = Entscheidungspunkt gibt es nur einen zweiten Aufschlag im Tennis, und dieser Punkt entscheidet über Sieg und Niederlage, und das in einem WM Finale – was will man mehr. Krenn/Dickert gewannen die Wahl, und konnten zwischen Aufschlag und Return wählen. Christoph war ziemlich sicher der einzige im ganzen, gut besuchten, Vitis Sportcenter in Zürich, der sich in dieser Situation für Aufschlag entschieden hätte. Einem guten Kickaufschlag an die Linie folgten zwei Volleys von Krenn. Der Zweite ging dort hin wo niemand stand und beendete das hochklassige Finale und machte Dickert/Krenn zum 3. Mal zum Doppelweltmeister.